nationale-einheit.com

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Startseite admin Geldsystem: Die Letzten hängen an den Laternen

23.12.2010 16:09:51
admin

Geldsystem: Die Letzten hängen an den Laternen  
 

Wie geht es weiter mit Euro und Geldsystem. Kommt die Transferunion? Bestimmt die Junta in Brüssel die Zukunft Europas? Kommt es zur totalen Zensur? Steht der Kapitalismus vor dem Kollaps? Gibt es ein Leben nach dem Zusammenbruch? Michael Mross im Interview.

Auszüge und Aussagen des Interviews mit Michael Mross. Die Fragen stellte Julia Jentsch von Infokriegernews.de

Eurokrise: Es ist nicht nur eine Krise des Euros, sondern eine Geldsystemkrise. Man muss die Euro-Krise im Kontext der Geldsystemkrise sehen: Wenn das System die Kreditmenge nicht mehr ausweiten kann, dann kollabiert es. Am Anfang trifft es daher zuerst die schwachen Staaten wie Griechenland und Irland. Weitere werden folgen.

Allerdings sollte man den Fokus nicht so sehr auf Europa setzen, sondern auf die USA, dem Ursprungsland der Geldsystemkrise. Allerdings verstehen es die USA besser, die Probleme zu verstecken. Fakt allerdings ist, daß dort auch viele Bundesstaaten und Gemeinden pleite sind.

Bundesverfassungsgericht: Wenn das BVerfG „nein“ zum Euro-Rettungspaket sagt, bricht die Eurozone sofort auseinander. Die Konsequenzen eines möglichen Zusammenbruchs werden jedenfalls brachial sein. Wenn der Euro kippen sollte, bricht das Weltfinanzsystem zusammen. Kippt der Euro, wird es einen weltweiten Vertrauensverlust in Währungen geben, so  daß auch der Dollar sein Leben aushauchen wird. Dies ist der Grund, warum die Politik und die Finanzwelt den Euro um jeden Preis retten will. 

Wir haben uns in eine Situation hineinmanövriert, die ziemlich ausweglos ist. Dass Politiker unter Umgehung gesetzlicher und demokratischer Vereinbarungen so handeln, wie sie es bisher in Sachen Krise getan haben, kann man sogar verstehen: Denn wenn das System wirklich bricht, dann gibt es sicherlich auch einen Aufstand in der Bevölkerung und die Letzten, die dann in Amt und Würden sind, könnten dann an den Laternen hängen, weil die Menschen nicht begreifen, was konkret zum Crash geführt hat. Der Mann auf der Straße glaubt natürlich, daß die Politiker von heute daran Schuld sind, dabei ist es eine lange und komplizierte Kausalkette, die zu den Problemen geführt hat – dies allerdings dürfte kaum jemand verstehen.

Früher hieß es immer, daß zukünftige Generationen für unsere Schulden aufkommen müssen. Dies ist jedoch ein gewaltiger Irrtum. Wir werden die Zeche zahlen. Unsere Altersvorsorge ist weg. Das System wird noch zu unseren Lebzeiten zerbrechen. Das bedeutet, das wir auch die Konsequenzen selbst tragen müssen.

Fakt ist, dass Kapitalismus und Freie Marktwirtschaft schon lange nicht mehr existieren. Wir haben eine Korporatokratie (corporatocracy), das bedeutet, daß die großen Konzerne weltweit die Politik bestimmen. Das Ganze geht einher mit einem immer größeren Demokratiedefizit und der Ausrede: Es war alternativlos.

Die einzige Rettung für den einzelnen ist die Bescheidenheit. Wir sollten uns schon mal daran gewöhnen, ohne die bunte Welt des kapitalistischen Überfluß zu leben. - Die Evolution will keine Globalisierung. Sie will keine Gleichschaltung. Doch die ganze Welt ist gleichgeschaltet. Das wird sich bitter rächen. 

Wir brauchen ein neues Bewußtsein. Aber das ist leider kaum verbreitet. Der Drang nach „Mehr“ führt ins Verderben. Wir alle sind dressiert auf „Wachstum ohne Ende“ – doch das ist eine Illusion. Wir brauchen eine neue Philosophie. Doch niemand hat einen Plan B - niemand kann eine Antwort geben, was nach dem „Kapitalismus“ kommt, wie es nach einem möglichen Zusammenbruch weitergeht.  

Die Menschen sollten sich schon jetzt wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Das Kostbarste, was wir haben, nämlich „Zeit“, opfern wir gegen das Sinnloseste, was es derzeit gibt: „Geld“. Das ist Wahnsinn. Die meisten Menschen sind auf Marken dressiert und streben nach dem Lametta des Kapitalismus und merken gar nicht, daß es noch andere Dinge gibt, die es anzustreben lohnt. Es dürfte sehr schwierig sein, die Aufmerksamkeit der Massen auf Dinge zu lenken, die wirklich wichtig sind.

Quelle: mmnews

Get Adobe Flash player



  
 

Auf den Beitrag antworten
Benutzername:

ePost:

  Geben Sie den Text links ein: